Gemeinschaft

Zielsetzung eines mehrtägigen Programms ist es, ein Team zu werden. Dabei wird der soziale Umgang geschult, Verantwortung und Vertrauen wird gegeben und erfahren, Sozialisationseffekte der Gruppe genutzt (eine Gruppe kann sich selbst erziehen).

Natur

Die Natur als vollkommene Ernstsituation. Hier ist nichts simuliert, sondern jedes Verhalten muss bewusst ausgeführt werden. Die Umgebung stellt dabei eine perplexe Situation dar, die neuartig, unvertraut und zunächst unmöglich erscheint. Die Natur wird zum Lernmedium und Raum, um sich zu bewegen und zu handeln. Die Natur bietet dazu die notwenige Authentizität, die bei jeglichem Tun und Handeln die notwendige Ernsthaftigkeit fordert.

Freiwilligkeit

Hahns oberste Prämisse stellt die „challenge by choice“ - die Freiwilligkeit der Teilnahme dar. Die damit einhergehende Selbstbestimmung ist wesentlicher Bestandteil und wichtigstes pädagogisches Instrument. Die Erlebnispädagogik stellt auch kein Abenteuerprogramm dar, bei der die Stressstabilität auf die Probe gestellt wird. Es handelt sich bei diesem Konzept nicht um einen Erlebnisparcours, sondern um ein pädagogisches Konzept, das sich lediglich das Erlebnis zu Nutze macht.

Erlebnis und die damit verbundene Selbsterfahrung

Hahn nutzte den hohen Lernwert des Faktors Erlebnis, wobei er sich das Motto „verstehen ist nicht ohne Erleben wirklich“ (vivens sum) zum Leitspruch machte. Er ging davon aus, dass die Erlebnisintensität eng mit dem Erinnerungseffekt verbunden ist. Das heißt, je tiefgreifender das Erlebnis, desto größer der Erinnerungseffekt, desto größer der Lerneffekt. Die Aktion und die darauf folgende Reflexion führt dabei zur Bewusstseinsänderung. Weiterhin ist davon auszugehen, dass Erfahrung Sicherheit gibt. Diese Sicherheit bezieht sich zum einen darauf, dass auf einen Erfahrungsschatz bezüglich der erlebten Situation zurückgegriffen werden kann. Des Weiteren wirkt sich diese Erfahrung auch auf eine bessere Selbsteinschätzung aus.

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