Allgemein

Der Mensch ist autonom und ein Gemeinschaftswesen zugleich. Spiel und gemeinsame Bewährung in der Gemeinschaft sind elementare Ausdrucksformen des Gemeinschaftserlebnisses. Eine gute Schule, auch oder gerade Fußballschule, kann man erkennen, in welchem Maß das Spiel als Medium zur Charakterbildung und der Selbstfindung der Kinder und Jugendlichen gepflegt wird.

Aufwachsen heißt sich wagen und erproben, Grenzerfahrungen machen und scheitern dürfen. Darum bedarf es Spielräume, innerhalb derer Kinder und Jugendliche den Ernstfall erproben können.

Soziale Tugenden, die Menschen für Extremsituationen qualifizieren, bedürfen der Übung, wie andere Tugenden auch. Mut, Fairplay und Anstand lernt man nicht durch Belehrung, sondern durch spielerische Einübung. 
Es gibt jedoch Spiele, die sich auf dem Feld der Bildung und Erziehung besonders bewährt haben, dazu zählen neben dem Sport vor allem Theater und die Musik. Erlebnis-, Spiel- und Theaterpädagogik als Medien einer sportwissenschaftlich fundierten Entwicklung von Mannschaften, Gruppen, Vereinen.

Theaterspielen kann therapeutisch wirken. Es kann schüchterne Kinder ermutigen, aus sich herauszugehen. Psychische Spannungen können dadurch bearbeitet werden und vielleicht sogar sich lösen. Gerade in der Pubertät, in der Eltern ohnmächtig der Entwicklungsphase ihres Kindes gegenüberstehen stehen, kann es den Jugendlichen helfen zu sich selbst zu finden und selbstbewusst aufzutreten. Das wirkt sich auch unmittelbar auf ihre akademischen Fähigkeiten aus. Und auch auf die Umsetzung der persönlichen Ressourcen im Fussballspiel. 
Solche Angebote in Schulen sind eher die Ausnahme, in der Ausbildung in den Elite Fussballvereinen sogar undenkbar.

 

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