An-Institut       Wir        Der Fußball       Spiel- & Erlebnisraum

Unsere Haltung

Wir sind eine FußballSchule, eine Bildungseinrichtung, die
  • dem Einzelnen gerecht wird
  • das andere Lernen fördert
  • Schule als Gemeinschaft sieht, als Ort des Lernens von Demokratie
  • sich als lernende Institution versteht
Im weitesten Sinne machen wir Jugendarbeit.
Nur 0,03% aller Fussballspieler werden Profis!

Die Rolle des Trainers ist immer die eines Pädagogen. Jugendliche und Kinder im Spiel zu erleben, gehört zu den besten Erfahrungen im Lehrerberuf.

Ein Beispiel

Standort: Grömitz / Ostsee
  • 60 Betten in Mehrbettzimmern
  • 300 Betten in Mannschaftszelten
  • Seminarräume
  • Turnhalle
  • Strandzugang
    Tag 1
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Fußballtraining (von 9.00 bis 11 Uhr)
  • Kentertraining & Kajaktour auf der Ostsee
  • „Herausforderung und Ausdauer“
  • Gemeinsames Abendessen
  • Übernachtung in Zelten (jeden Abend!)
    Tag 2
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Fußballtraining (von 9.00 bis 11 Uhr)
  • Geocaching mit Teamaufgaben
  • „Informationsfluss und Lösungsstrategien“
    Tag 3
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Segeltörn ab Lübeck
  • „Wir sitzen alle in einem SpielRaum“
    Tag 4
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Fußballtraining (von 9.00 bis 11 Uhr)
  • Konstruktionsaufgabe Floßbau inkl. Testfahrt „Vertrauen in die eigenen Entscheidung“
    Tag 5
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Fußballtraining (von 9.00 bis 11 Uhr)
  • Bogenschießen und Wahrnehmungsübungen
  • „Weitblick und Fokussierung, Spannung und Entspannung“
    Tag 6
  • Gemeinsames Frühstück (Lunchpakete)
  • Abschlussreflexion und Vorbereitung Abschiedsfest
  • „Jetzt zeigen wir es Euch“
  • Gemeinsames Grillen, Übernachtung in Zelten

Der Mensch ist autonom und ein Gemeinschaftswesen zugleich. Spiel und gemeinsame Bewährung in der Gemeinschaft sind elementare Ausdrucksformen des Gemeinschaftserlebnisses. Eine gute Schule, auch oder gerade Fußballschule, kann man erkennen, in welchem Maß das Spiel als Medium zur Charakterbildung und der Selbstfindung der Kinder und Jugendlichen gepflegt wird.

Aufwachsen heißt sich wagen und erproben, Grenzerfahrungen machen und scheitern dürfen. Darum bedarf es Spielräume, innerhalb derer Kinder und Jugendliche den Ernstfall erproben können.

Soziale Tugenden, die Menschen für Extremsituationen qualifizieren, bedürfen der Übung, wie andere Tugenden auch. Mut, Fairplay und Anstand lernt man nicht durch Belehrung, sondern durch spielerische Einübung.
Es gibt jedoch Spiele, die sich auf dem Feld der Bildung und Erziehung besonders bewährt haben, dazu zählen neben dem Sport vor allem Theater und die Musik. Erlebnis-, Spiel- und Theaterpädagogik als Medien einer sportwissenschaftlich fundierten Entwicklung von Mannschaften, Gruppen, Vereinen.

Theaterspielen kann therapeutisch wirken. Es kann schüchterne Kinder ermutigen, aus sich herauszugehen. Psychische Spannungen können dadurch bearbeitet werden und vielleicht sogar sich lösen. Gerade in der Pubertät, in der Eltern ohnmächtig der Entwicklungsphase ihres Kindes gegenüberstehen stehen, kann es den Jugendlichen helfen zu sich selbst zu finden und selbstbewusst aufzutreten. Das wirkt sich auch unmittelbar auf ihre akademischen Fähigkeiten aus. Und auch auf die Umsetzung der persönlichen Ressourcen im Fussballspiel.
Solche Angebote in Schulen sind eher die Ausnahme, in der Ausbildung in den Elite Fussballvereinen sogar undenkbar.

Bernhard Peters Zitat
zur Rolle des Trainers:

Sie sollen beides mitbringen. Das Profil der Trainer wird sich ändern. Ich erzähle den Trainern seit 25 Jahren, dass sie auch eine erzieherische Aufgabe haben. Ein Trainer ist nicht einer, der auf den Platz geht und Übungen ansagt. Ein Trainer ist auch ein Erzieher. Dieses Führungsverhalten wollen wir vorleben. Die Trainer müssen die Komplexität des Berufes verstehen. Sie müssen drei Kompetenzen haben. Eine Fach-, eine Persönlichkeits- und eine Vermittlungskompetenz.

Eine gute menschliche Begegnung

Schüler und Spieler jenseits des Fussballspiels als Mensch kennen und wahrnehmen lernen ist für Trainerpädagogen schwer. Wie soll der Trainer einen jungen Menschen begleiten, Wurzeln geben und Flügel verleihen, wenn er seine Schüler-Spieler nicht als ganze Person wahrnimmt? Wie kann er eine Verbindung herstellen, wenn er nicht weiss, erlebt hat, wer der Spieler ist? Was er kann? Was er will? und wie er erreicht, was er kann und will?

Erlebnis-, Spiel- und Theaterpädagogik sind für uns Medien einer sportwissenschaftlich fundierten Entwicklung von Mannschaften, Gruppen, Vereinen.

Wir fahren eine Woche auf Expedition, weil wir einen Gegenpol bilden Es geht ums Spiel, um erfahrunsorientiertes Lernen Wir wollen „www“, „Helikoptertum“, „max Wohlstand“ ein geschlossnes Erfahrungsfeld entgegenstellen Den Jungs ein Stück Kindheit - „normale Ferien“ - geben. SpielRaum kreieren – Einen Raum in dem sich unser Nachwuchs als Ganzes erfahrungsorientiert erlebt.

Alle fahren gemeinsam von U9-U16 ins Zeltlager nach Grömitz. Ohne Handy und Internet. Ohne Eltern.

Bewährung ohne Luxus Alles muss selbst mit eigener Hand gemacht werden. Das ist möglich, wenn wir ohne Ablenkung von aussen Zeit miteinander verbringen, in einem anderen Kontext, der auf Wesentliches reduziert ist. Wir kochen selbst, organisieren uns selbst, statt Belehrung kommt es darauf an es selbst zu tun und zwar gemeinsam. All das wird möglich und begleitet von einem Team von Experten, die uns mit Herausforderungen füttern, die erst einmal nichts mit Fussball zu tun haben. Herausforderungen, die an Grenzen führen mit Problemstellungen, welche man nur im Team lösen kann. Das lässt sich dann auf den Platz übertragen.

In aller erster Linie ist Fußball ein Teamspiel. Jedes Spiel stellt Herausforderungen, die nur im Team zu lösen sind und zwar inklusive Trainer und Betreuer! Es kommt darauf an, seine Kollegen zu kennen mit ihren Stärken und Möglichkeiten. In der heutigen digitalen Welt ist die dafür notwendige Konzentration ohne Ablenkung rar geworden. Das Spiel bietet dies in jeglicher Form an.

Die Fantasie der Kinder wird durch die Bilderwelt des www beherrscht. Die Welt wird durch dieses Medium erlebt. Dort werden Konflikte und deren Lösung erlebt und nicht mehr durch persönliche Erfahrung. Primärerfahrungen werden von Erfahrungen aus zweiter Hand abgelöst.

Das Spiel aktiviert alle Sinne, den Verstand und die Gefühlswelt. Man erfährt das Glück der Anstrengung.

In der Tradition von Kurt Hahn

Expedition: Die Expedition stellt eine mehrtägige oder noch längere Herausforderung dar, bei der das Medium Natur im Vordergrund steht. Hierbei ist der Teamgeist ebenso erforderlich wie das Alleinsein können. Sinn ist es u. a. zu erfahren, welchen Stellenwert der Mensch in der Natur hat.

Natur

Die Natur als vollkommene Ernstsituation. Hier ist nichts simuliert, sondern jedes Verhalten muss bewusst ausgeführt werden. Die Umgebung stellt dabei eine perplexe Situation dar, die neuartig, unvertraut und zunächst unmöglich erscheint. Die Natur wird zum Lernmedium und Raum, um sich zu bewegen und zu handeln. Die Natur bietet dazu die notwenige Authentizität, die bei jeglichem Tun und Handeln die notwendige Ernsthaftigkeit fordert.

Erlebnis und die damit verbundene Selbsterfahrung

Hahn nutzte den hohen Lernwert des Faktors Erlebnis, wobei er sich das Motto „verstehen ist nicht ohne Erleben wirklich“ (vivens sum) zum Leitspruch machte. Er ging davon aus, dass die Erlebnisintensität eng mit dem Erinnerungseffekt verbunden ist. Das heißt, je tiefgreifender das Erlebnis, desto größer der Erinnerungseffekt, desto größer der Lerneffekt. Die Aktion und die darauf folgende Reflexion führt dabei zur Bewusstseinsänderung. Weiterhin ist davon auszugehen, dass Erfahrung Sicherheit gibt. Diese Sicherheit bezieht sich zum einen darauf, dass auf einen Erfahrungsschatz bezüglich der erlebten Situation zurückgegriffen werden kann. Des Weiteren wirkt sich diese Erfahrung auch auf eine bessere Selbsteinschätzung aus.

Freiwilligkeit

Hahns oberste Prämisse stellt die „challenge by choice“ - die Freiwilligkeit der Teilnahme dar. Die damit einhergehende Selbstbestimmung ist wesentlicher Bestandteil und wichtigstes pädagogisches Instrument. Die Erlebnispädagogik stellt auch kein Abenteuerprogramm dar, bei der die Stressstabilität auf die Probe gestellt wird. Es handelt sich bei diesem Konzept nicht um einen Erlebnisparcours, sondern um ein pädagogisches Konzept, das sich lediglich das Erlebnis zu Nutze macht.

Gemeinschaft

Zielsetzung eines mehrtägigen Programms ist es, ein Team zu werden. Dabei wird der soziale Umgang geschult, Verantwortung und Vertrauen wird gegeben und erfahren, Sozialisationseffekte der Gruppe genutzt (eine Gruppe kann sich selbst erziehen).